Zeh Kapselriss

Ein Kapselriss im Zeh ist zunächst zwar sehr unangenehm, schmerzhaft und bei jedem Schritt (Abrollen) spürbar, aber letztlich doch eine „Allerweltsverletzung“, die nicht nur durch sportliches Tun kommt. Zu erkennen ist ein Zeh Kapselriss an Schwellungen, Rötungen, Hämatom und Funktionseinschränkungen, die durch die Gewalteinwirkung auf den Zeh zustande kamen.

Ein Kapselriss im Zeh dauert in der Regel zwar mehrere Wochen (4-6 Wo), allerdings ist die funktionale Einschränkung oft schneller vorbei und der Fuß durch ein geschicktes, fachgerechtes Tape nach zwei Wochen Ruhigstellung wieder belastbar. Neben der Belastung sollte aber regelmäßige Krankengymnastik und Aufbau der Umgebungsmuskulatur erfolgen, denn sonst wird dieser Schaden/ diese Verletzung schnell zu einer chronischen und bekommt rheumatischen Charakter.

Alles aber sind nur ungefähre Werte, verbindliche Angaben lassen sich dazu nicht machen. Sie hängen zu sehr von der individuellen Art der Verletzung ab, vom Gelenk, das verletzt ist, und von der persönlichen Schmerzempfindlichkeit des Verunfallten. Außerdem gibt es ja das bekannte Phänomen, dass es gute und schlechte „Heiler“ unter den Patienten gibt.

Die Behandlung eines Kapselriss im Zeh erfolgt konservativ mit Ruhigstellung, u.U. in der ersten akuten Schwellungsphase mit Unterstützung durch einen Zinkleinenverband zur Anregung des lokalen Stoffwechselvorgangs. Ansonsten wird die Ruhigstellung eines Kapselriss im Zeh durch ein Tape unterstützt.

Wichtig ist allerdings bei jeder Art von Verletzung eine gute diagnostische Untersuchung, um andere Verletzungsarten auszuschließen. Dabei spielt auch die Untersuchungstechnik eine Rolle.

Einen Zeh Kapselriss wird man mit Sicherheit nur eindeutig mittels eines MRT diagnostizieren, die Röntgengeräte sind viel zu schlecht, denn sie können nicht einmal Brüche eindeutig verifizieren. Aber ein Bruch oder eine zusätzlich knöcherne Absplitterung, die bei Kapselrissen im Allgemeinen sehr häufig mit der Verletzung einhergeht, sollten mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Dann muss man auch keine Sorge tragen, dass irgendeine chronische Verletzung übrigbleibt oder gar eine Versteifung des verletzten Gelenkes die Folge ist.